Keine Bühne dem Faschismus

Vor über zwei Jahren haben wir als Fraktion folgendes beantragt: Die Verwaltungsspitze erarbeitet ein Leitbild für die Vergabe städtischer Räume, welches sich an folgenden Grundsätzen orientiert: Veranstaltungen, bei denen rechtsextremes, rassistisches, antisemitisches, antidemokratisches, homophobes und transfeindliches Gedankengut dargestellt wird, können nicht in öffentlichen Räumen der Stadt Stuttgart und deren Tochtergesellschaften und Beteiligungen stattfinden.

Nun hat sich der kroatische Sänger Marko Perković (Künstlername „Thompson“) mit einem Konzert im November in der Porsche-Arena angekündigt. Thompson hat bereits in mehreren Städten ein Auftrittsverbot: Neben ultranationalistischen Parolen wird dort der Faschismus des Ustascha-Regimes verharmlost. Diese Miliz war in der Zeit des Zweiten Weltkriegs mit Hitler-Deutschland verbündet und für den Tod von Serben, Juden und Roma verantwortlich.

Für solche Botschaften ist in Stuttgart kein Platz. Die bisherige Reaktion der Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart, man hätte wegen des Gleichheitsgrundsatzes das Konzert nicht verhindern können, ist eine moralische Bankrotterklärung. Sich feige dahinter und bürokratischen Paragrafen zu verstecken, macht die Stadt durch Nichtstun zur Ermöglicherin von Hass. Ebenso unverständlich ist es, dass die in.Stuttgart nach über zwei Jahren kein Leitbild vorgelegt hat.

Wir erwarten von der Verwaltungsspitze, dass sie sich klar positioniert, alles unternimmt, um das Thompson-Konzert zu verhindern und endlich ein Leitbild erarbeitet, welches solche Konzerte und Veranstaltungen verhindert.

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