Mit der Ankündigung des Volksfestvereins, bei einem Pferdeverbot würde der gesamte Umzug abgesagt, macht sich der Verein unglaubwürdig. „Tradition geht auch ohne Tierleid. Der Vorstand des Volksfestvereins zeigt mit dieser Aussage, dass er keinerlei Phantasie besitzt, wie ein Volksfestumzug ohne Tiere aussehen kann“, kritisiert Stadtrat Dennis Landgraf (Tierschutzpartei). „Mit dieser fiktiven roten Linie versucht der Volksfestverein die Schuld an einem nicht stattfindenden Volksfestumzug den Aktiven im Tierschutz in die Schuhe zu schieben. Das ist ein ebenso billiges wie durchschaubares Spiel. Wir erwarten vom Volksfestverein eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Frage, wie Tradition ohne Tierleid auch dort funktioniert“, sagt Dennis Landgraf.
„Beim Wildtierverbot im Zirkus wurden seinerzeit auch solche Diskussionen geführt – auch damals wurde vom Ende des Zirkusses gesprochen. Heute sehen wir den Weltweihnachtszirkus ganz ohne Tiere und mit großem Publikumszuspruch. So wird es auch beim Volksfestumzug sein, wenn dieser ohne Tiere stattfindet. Der Volksfestverein sollte sich ein Konzept überlegen, anstatt mit roten Linien zu drohen“, sagt Fraktionssprecher Hannes Rockenbauch (SÖS).




