Tradition geht auch ohne Tierleid – generelles Zuschaustellungsverbot für Tiere in Stuttgart!

Beim Volksfestumzug am vergangenen Sonntag kam es zu einer Protestaktion der Gruppe „Kollektiv Tierbefreiung Stuttgart“. Zwei Aktivisten hielten ein Transparent neben der Kutsche, in der Oberbürgermeister Frank Nopper mit seiner Frau Platz genommen hatte. Der Oberbürgermeister entriss den Aktivisten das Transparent.

„Der Oberbürgermeister hat durch diese Aktion legitimen und friedlichen Protest unterdrückt“, betont Dennis Landgraf (Tierschutzpartei). „Besonders ärgerlich ist es, dass wir bereits weit im Vorfeld des Volksfestumzugs einen Antrag gestellt haben, mit dem wir auf die Belastung der Tiere bei dem Umzug hingewiesen haben. Wir haben als einen ersten Schritt gefordert, zumindest auf den Schweinetrieb zu verzichten, weil der Lärm, die ungewohnte Umgebung, lange Wartezeiten, der Transport, große Menschenmengen und Lautsprecherdurchsagen für alle anwesenden Tiere sehr viel Stress bedeuten. Der Oberbürgermeister hat es noch nicht einmal für nötig erachtet, auf den Antrag zu antworten – stattdessen reißt er den Aktivisten das Transparent aus der Hand“, so Landgraf weiter.

„Wir brauchen jetzt dringend eine Debatte darüber, wie Tradition auch ohne Tierleid gezeigt werden kann. Brauchen wir heute noch Tiere, die nur zu Unterhaltungszwecken zur Schau gestellt werden? Für uns ist das ganz klar: Die Tradition rechtfertigt keinerlei Tierleid. Ein Volksfestumzug funktioniert sehr gut ohne Tiere. Deshalb setzen wir uns auch weiterhin für ein generelles Zuschaustellungsverbot für Tiere in Stuttgart ein“, sagt Fraktionssprecher Hannes Rockenbauch (SÖS).

„Der Oberbürgermeister ist jetzt dringend aufgefordert, unseren Antrag zu beantworten und das Thema auf die Tagesordnung des Gemeinderats zu setzen“, so Rockenbauch abschließend.

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