Wir beantragen,
- Das zuständige Garten- Forst- Friedhofsamt verzichtet ab sofort auf den Einsatz von Rückepferden im Stuttgarter Stadtwald.
Begründung:
Das Stadtgebiet besteht zu 24 Prozent aus Wald, das sind rund 5000 Hektar. Gut die Hälfte dieser Fläche ist im Besitz der Landeshauptstadt Stuttgart und wird somit auch von der Stadtverwaltung gepflegt. Zur Waldpflege gehört bislang auch der Einsatz von Pferden, die Baumstämme an schwer zugänglichen Stellen durchs Unterholz ziehen – sogenannte Rückepferde. Aus Gründen des Tierschutzes verurteilen wir den Einsatz von Rückepferden im Stuttgarter Stadtwald.
Für uns haben sich noch keine schlüssigen Argumente ergeben, weshalb der Einsatz von Pferden in der Forstwirtschaft wiedereingeführt werden musste.
Vielmehr zeigen zahlreiche Alternativen, dass die Punkte, die für den Einsatz von Tieren sprechen würden, auch von speziellen Geräten eingehalten werden.
Ferngesteuerte Rückeraupen mit Seilwinde oder Seilwinden von der Rückgasse aus sind ebenso bodenschonend und mindestens genauso effizient wie Pferde – und das sogar ganz ohne Tierleid.
Auch für besonders empfindliche oder steile Flächen gibt es Seilkräne und Kleinseilbahnen, die die Nutzung von fühlenden Individuen gegen ihren Willen unnütz machen.
Auch Alternativen wie Einachstraktoren müssen hier überprüft und in Erwägung gezogen werden.
Die Ausrede, dass nur Pferde den Boden im Wald schonen würden, zweifeln wir massiv an.
Auch die Pferde müssen die schweren Baumstämme nach dem Fall über den sensiblen Boden ziehen und beschädigen ihn damit ebenfalls.
Die Nutzung von Rückepferden ist aufgrund der technischen Auswahl und den Erkenntnissen nur noch eine veraltete Tradition, die keinen Anspruch auf alleinige Richtigkeit hat.
Auch Pferde sind fühlende Individuen, die Teil unserer Stadt sind und verdienen ein selbstbestimmtes Leben, ohne ihre Körper für unsere Profite zu strapazieren.




