Tierschauverbot für Stuttgart!

Alle Jahre wieder ist Volksfest. Alle Jahre wieder verlieren konservative Vertreter*innen unserer Stadt die Geduld gegenüber Tierschützer*innen und stören bzw. unterbinden deren friedliche Proteste. Und alle Jahre wieder ist unsere Stadt Zentrum systematischer Tierquälerei.

Die Ereignisse auf dem Cannstatter Volksfestumzug, sowie der kurze Geduldsfaden unseres Oberbürgermeisters zeigen erneut, warum Tierschutz ein zentraler Punkt jeder Politik sein muss. Auf dem diesjährigen „historischen“ Volksfestumzug wurden erneut massenhaft Tiere gequält – und damit meinen wir nicht das verborgene Leid hinter unserem Essen, sondern ganz direkt. Es wurden hochgezüchtete Schweine, Kühe, Pferde, Esel und Ziegen durch eine überfüllte Landeshauptstadt gehetzt. Wer nicht gehorcht, wird geschlagen oder getreten, während das Publikum und der Oberbürgermeister stillschweigend zusehen und lachen.

Nur wenige mutige Menschen haben sich dagegen gestellt und sich für die Stimmlosen eingesetzt. Jene Menschen sollen jetzt erneut kriminalisiert werden. Es ist nicht der Tierschutz, der kriminell ist – sondern unsere Politik, die Tierquälerei fanatisch romantisiert. Anstatt ausschließlich historische Traktoren auf dem Umzug zu präsentieren, werden Tiere extra für diesen Anlass gezüchtet und aus anderen Städten hergekarrt.

Wir sprechen uns seit Monaten für ein Tierschauverbot in ganz Stuttgart aus und appellieren erneut an die Stadt, die Politik und die Menschen: Tierquälerei ist keine Tradition. Und Tradition funktioniert auch ohne Tierquälerei. Wir können diesen Irrsinn stoppen!

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