Seit elf Jahren ist die Villa Berg wieder im Besitz der Stadt. Mit der Vorlage „Villa Berg Einigung mit dem derzeitigen Eigentümer“ hat der Gemeinderat am 16. Juli 2015 einstimmig beschlossen, das denkmalgeschützte Gebäude zu kaufen. In der Folge bildete sich die Bürgerinitiative „Occupy Villa Berg“ – dies war die Initialzündung für die Bürgerbeteiligung. Diese wurde mit den Leitlinien für die Villa im Jahr 2016 vom Gemeinderat beschlossen. 2018 wurde der Grundsatzbeschluss der Investitions-Kosten in Höhe von 39 Mio. Euro beinhaltete, abgesegnet.
Es wurde viel beteiligt und geplant. Der nun auf dem Tisch liegende Vorschlag hat nicht mehr viel mit den damals diskutierten Vorschlägen gemein. Aus der Sanierung der Villa und einer gemeinnützigen Trägerschaft der Bürger*innen ist ein eigenständiger Kulturbetrieb mit städtischen Mitarbeitern geworden. Die Sanierungskosten sind auf unglaubliche 104 Mio. Euro angewachsen.
Nicht ohne Grund hat der Gemeinderat die Weiterplanung der Villa Berg um ein Jahr verschoben. Dieses Jahr neigt sich nun auch dem Ende.
Da sich bei den städtischen Finanzen keine Entwarnung ankündigt und der Gemeinderat und die Verwaltung weiter drastische Kürzungen bei Kultur, Bildung, Sozialem und städtischem Personal erarbeiten, ist es jetzt an der Zeit, die Rückkehr zu den Ideen von Occupy Villa Berg in Angriff zu nehmen.
Die überambitionierten Planungen zur Erweiterung der Villa Berg müssen verworfen werden und die Sanierung wie ursprünglich im Plan A geplant im Bestand angegangen werden.
Der fortschreitende Verfall der Villa Berg muss umgehend gestoppt werden.




